Fahrberatung

Warum „Fahrberatung für ältere Autofahrer“ ?
Jeder Fahrzeuglenker bemerkt manchmal ein Nachlassen der Fahrtüchtigkeit,   Autofahren ist dann mühsam und eine Fahrpause ist sinnvoll. Mit Siebzig können verschiedene Altersgebresten dazu führen, dass die Gesundheit eingeschränkt und das Fahren dadurch erheblich schwierig wird.
Mit Achtzig haben die Beschwerden im Alter deutlich zugenommen, so dass die Fahrtüchtigkeit ungenügend geworden, und man sich Gedanken machen sollte betreffend Führen eines Fahrzeugs im heutigen stressigen Verkehr. Beim Autofahrer wächst die Überzeugung, dass es besser wäre, den Führerausweis beim Strassenverkehrsamt abzugeben.

Definition:

Unter Fahrtüchtigkeit (Fahrfähigkeit) versteht man die momentane, aktuelle körperliche, geistige und seelische Befähigung zum Lenken eines Motorfahrzeugs im Strassenverkehr.
Unter Fahreignung (Fahrtauglichkeit) versteht man genügend gute Voraussetzungen zum sicheren Lenken eines Motorfahrzeugs im Strassenverkehr.

Der Weg zur Fahrberatung
Viele ältere Teilnehmer melden sich freiwillig, oder aber sie kommen auf Empfehlung ihres Hausarztes. Aufgrund eines administrativen Verfahrens kann eine Kontrollprüfung angeordnet werden. Es ist deshalb sinnvoll, nicht ohne Vorbereitung mit dem Fahrberater oder dem Fahrlehrer die Prüfung anzutreten.
Zuerst vereinbart der Autofahrer einen Termin mit dem professionellen Fahrberater. Die Probefahrt findet normalerweise im Auto des Teilnehmers statt, sie kann jedoch auch mit dem Fahrschulwagen absolviert werden.
Zu Beginn erkundigt sich der Fahrberater nach möglichen gesundheitlichen Einschränkungen und befragt den Teilnehmer nach dessen Wohlbefinden. Erst dann beginnt beginnt die Fahrprobe, die in 10 verschiedene Bereiche aufgegliedert ist. Nach Beendigung der Fahrt wird gemeinsam mit dem Fahrer die Fahrprobe besprochen und das Fahrberatungsformular ausgefüllt.

Probefahrt:

  1. Normale Wegstrecke
    Allgemeiner körperlicher und geistiger Eindruck, Kenntnis der Verkehrsregeln, Fahrroutine, Gefühl beim Mitfahren, passender Autotyp (geschaltet oder Automat)
  2. Sehfähigkeit
    Wahrnehmung von Signalen und Gefahren, Sehschärfe, Dämmerungssehen, Gesichtsfeld, Hörfähigkeit
  3. Schwieriger Streckenabschnitt
    Ausführung Mehrfachaufgabe, Merkfähigkeit, komplizierte Fahrt (Stadtverkehr, Autobahn, Kreisverkehr, Lichtsignal), Verhalten bei extremer Situation
  4. Reaktionen beim Fahren
    Schnelles und richtiges Reagieren, Bewegungsabläufe, Zittern, Bremskraft bei Notbremsung
  5. Rückwärtsfahren und Parkieren
    Beweglichkeit von Rücken und Gelenken, Sitzeinstellung und Kopfstützen, Gebrauch der Innen – und Aussenspiegeln
  6. Gespräch über Krankheits – und Unfallrisiken
    Risikofaktoren für Herz – und Gefässerkrankungen, Besteht ein Risiko, dass beim Fahren etwas passiert? Wann und wo könnte etwas passieren?
  7. Gespräch über Unwohlsein am Steuer
    Ursachen für Bewusstseinsstörungen und Einnicken, Vorsichtsmassnahmen des Zuckerkranken, Verhalten bei Schwindel und Bewusstseinstrübung
  8. Übung des Verhaltens beim gesundheitlichen Notfall
    Lagebeurteilung: bedrohlich oder wenig bedrohlich, Schutz, Sicherung, Bergung, Polizeinotruf, 117, Sanitätsnotruf 144
  9. Während der Weiterfahrt Gespräch über Alkohol
    Wirkung des Alkohols auf Verstand und Reaktionen, Alkoholsucht, chronische Alkoholschäden, Alkohol bei eingeschränkter Gesundheit und Medikamenten
  10. Gespräch über riskante Medikamente
    Die gefährlichen Schlaf – und Beruhigungsmittel, Fahrprobleme wegen Ablenkung beim Gespräch, Nachlassen der Konzentration, Ermüdungszeichen


 


 

praktischer Fahrberaterparcour mit dem eigenen Fahrzeug

Kosten

  • Fr. 200.--
  • Termin: individuell zu vereinbaren