{"id":248,"date":"2023-06-10T22:43:18","date_gmt":"2023-06-10T20:43:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/?p=248"},"modified":"2023-06-10T22:43:18","modified_gmt":"2023-06-10T20:43:18","slug":"tag-15-und-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/?p=248","title":{"rendered":"Tag 15 und 16"},"content":{"rendered":"<p>Freitag, 9. Juni 2023\u00a0 Unser heutiger schneereicher (das wussten wir aber noch nicht) Weg sollte uns von Rysstad nach Stavanger f\u00fchren auf einer Route, die eigentlich in 2 Stunden und 35 Minuten zu bew\u00e4ltigen w\u00e4re und ca.\u00a0 159 Kilometer weit entfernt ist. Ohne Eile packten wir alles zusammen, h\u00e4ngten den Wohnwagen an, montierten die Aussenspiegel und waren bereits um 9:50 abfahrtsbereit. Nach ca.\u00a0 20 Minuten Fahrt w\u00e4hnten wir uns pl\u00f6tzlich im Winter, waren doch die vielen Seelein und die Berge schneebedeckt. Teilweise schwammen Eisschollen auf den Seen, was wunderbar aussah. Wir zwei Winterkinder die wir sind, mussten immer wieder anhalten, um Fotos zu machen oder uns einfach am Anblick zu erfreuen. Einmal sprang sogar ein Reh \u00fcber die Strasse, und dies, obwohl eigentlich hier vor Schafen gewarnt wurde mittels Gefahrensignal. Es war m\u00e4rchenhaft und wir konnten unsern Blick kaum l\u00f6sen, deshalb hielten wir permanent an, um wieder Fotos zu schiessen. Am liebsten h\u00e4tte ich eine Schneeballschlacht gemacht. Das Tal der Otra, welches wir verliessen, wird eigentlich das M\u00e4rchental des S\u00fcdens genannt. Aber hier in den Fjellen, ein paar Kilometer weiter in dieser einzigartig sch\u00f6nen Natur der Berge, dies alles erleben zu d\u00fcrfen, und dies bei 14.5\u00b0 W\u00e4rme, das war einfach wunderbar. Der langen Rede kurzer Sinn, die 2,5 Stunden Fahrtzeit reichten bei Weitem nicht. Dies war allerdings auch dem Umstand zu verdanken, dass wir hinter einem blinkenden Unterhaltsfahrzeug herfuhren, er hielt immer wieder einmal an, um irgendwas zu kontrollieren. Rico meinte, es seien die Strassenschilder oder die Schneemessh\u00f6lzer, vielleicht musste er aber auch kontrollieren, dass die Strasse wirklich befahrbar ist. Da dieses Fahrzeug etwas breiter als ein PW war, konnten wir hinter ihm herfahren mit gleichem Tempo, ohne Angst haben zu m\u00fcssen, hinter der n\u00e4chsten Kurve k\u00e4me jemand entgegen. Er spurte uns eigentlich die Strecke gut vor. Leider machte der gute\u00a0 Mann irgendwann Pause und so \u00fcberholten wir ihn, nicht ohne ihm Adieu gewinkt zu haben. Die Strasse war teilweise so schmal, dass 2 Fahrzeuge nicht kreuzen konnten, aber mit guter Voraussicht und dem Benutzen eines Ausweichplatzes ging es doch immer gut. Der Weg f\u00fchrte uns insgesamt auch durch ein 27 Km langes Naturschutzgebiet, welches Lusaheia heisst, und oft kreuzten wir Womos, welche hier gen\u00e4chtigt hatten. Wir glauben aber nicht, dass die Leute die Morgentoilette im k\u00fchlen Bergseewasser gemacht haben. Nach diesen phantastischen und sehr reizvollen 27 Kilometern kamen wir dann wieder einmal in bewohntes Gebiet und damit nach Oltedal, wo sich eine Spinnerei befand. Schnell war beschlossen, hier einen Kaffe zu trinken und einen Blaubeermuffin zu essen und nat\u00fcrlich die Augen schweifen zu lassen in der sagenhaft wundersch\u00f6nen Butik und Ausstellung. Das Lafthuset, wie die Spinnerei hiess, hatte alles erdenklich M\u00f6gliche, was aus Schafwolle besteht, zum Verkauf feilgehalten. Socken, Wolle, warme wundersch\u00f6ne Decken, Kinderstricksachen ja und sogar Trolle etc.\u00a0 Alleine vom Schauen war das Herz erf\u00fcllt, und Nein, wir haben nichts gekauft! Endlich gegen 15 Uhr erreichten wir den grossen Campingdrift SA in Stavanger, der am Mosvatnet See liegt und uns die n\u00e4chsten Tage beherbergen wird. Auf dem Platz war es so heiss, n\u00e4mlich 20\u00b0 und trotzdem stand nach 50 Minuten unser Vorzelt mit Seitenw\u00e4nden; wir werden immer schneller&#8230;<\/p>\n<p>Bilder\u00a0<a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/7mtyBi545\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tag 15<\/a><\/p>\n<p>Samstag, 10. Juni 2023<\/p>\n<p>Das Norsk Oljemuseum stand zuoberst auf unserer Liste, also statteten wir ihm zuerst einen Besuch ab. Da immer noch keine Schulferien sind hier, hatte es dementsprechend wenig Besucher. Interessant war zu sehen, wie der Aufbau und die Entwicklung der Bohrinseln zustande kam, und damit nat\u00fcrlich auch der Aufschwung der Norweger. Das schwarze Gold, welches in der Nordsee gef\u00f6rdert wird, brachte politische Macht und wirtschaftlichen Reichtum. Erw\u00e4hnenswert ist auch, dass der futuristische, moderne Bau im Hafen schon fast ein neues Wahrzeichen ist in Stavanger. Insgesamt sehr interessant, schade nur, dass alle Erkl\u00e4rungen, Filme etc. nur auf Norwegisch und Englisch sind.<\/p>\n<p>Bilder\u00a0<a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/VfTc0jYBX\">Tag 16<\/a><\/p>\n<p>Das Viertel Altstavanger beherbergt 173 teilweise \u00fcber 200 Jahre alte Holzh\u00e4user, die sich idyllisch nebeneinander reihen. Es war eine Augenweide, die sehr gepflegten G\u00e4rtchen\u00a0 und die mit Blumen bepflanzten K\u00fcbel vor den H\u00e4usern bestaunen zu d\u00fcrfen. Fast jedes Haus ein Fotomotiv. Gamle Stavanger liegt eingebettet zwischen der Nedre und des \u2205vre Strandgate am westlichen Ufer des V\u00e5gen. Wir schlenderten mit vielen neugierigen und gespannten Touristen durch die Gassen und haben die Farben der Natur und die Einzigartigkeit der h\u00fcbschen H\u00e4uschen genossen.<\/p>\n<p>Bilder\u00a0<a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/TKwY2BkoS\">Tag 16<\/a><\/p>\n<p>Steil hinauf gings alsbald auf der andern Seite zum ehemaligen Brandwachturm, dem Valbergt\u00e5rnet. Er war geschlossen, so dass wir ihn nicht besteigen konnten.<\/p>\n<p>Bilder\u00a0<a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/M65UPAoF9\">Tag 16<\/a><\/p>\n<p>Die Domkirche St. Svithus ist die bedeutendste Kirche Norwegens und wird momentan aussen renoviert. Der nebenan stehende Kongsg\u00e5rd, einstiger Bischofs &#8211; und sp\u00e4tere K\u00f6nigsresidenz wird seit 200 Jahren als Gymnasium genutzt, und darf deshalb nicht besucht werden.<\/p>\n<p>Bilder\u00a0<a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/sCGBPHrsv\">Tag 16<\/a><\/p>\n<p>Immer wieder sch\u00f6n anzusehen sind die verschiedenen Street &#8211; Art Bilder, welche an einigen H\u00e4usern aufgemalt wurden. Wir bew\u00e4ltigten an diesem Tag \u00fcber 20 Km mit den Velos, um die Sehensw\u00fcrdigkeiten zu besuchen. Zwischendurch g\u00f6nnten wir uns eine Pause in unserm neuen Lieblings Kro, im Hansen Hj\u00f8rnet direkt am Stadthafen und versuchten die dirti Fries. Das sind Pommes mit Schale gebacken, sowie ganz feinen Speckstreifen und Fr\u00fchlingszwiebeln mit einer leckeren Sauce.<\/p>\n<p>Bilder\u00a0<a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/NZlYeHReK\">Tag 16<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 9. Juni 2023\u00a0 Unser heutiger schneereicher (das wussten wir aber noch nicht) Weg sollte uns von Rysstad nach Stavanger f\u00fchren auf einer Route, die eigentlich in 2 Stunden und 35 Minuten zu bew\u00e4ltigen w\u00e4re und ca.\u00a0 159 Kilometer weit entfernt ist. Ohne Eile packten wir alles zusammen, h\u00e4ngten den Wohnwagen an, montierten die Aussenspiegel und waren bereits um 9:50 abfahrtsbereit. Nach ca.\u00a0 20 Minuten Fahrt w\u00e4hnten wir uns pl\u00f6tzlich im Winter, waren doch die vielen Seelein und die Berge schneebedeckt. Teilweise schwammen Eisschollen auf den Seen, was wunderbar aussah. Wir zwei Winterkinder die wir sind, mussten immer wieder anhalten, um Fotos zu machen oder uns einfach am Anblick zu erfreuen. Einmal sprang sogar ein Reh \u00fcber die Strasse, und dies, obwohl eigentlich hier vor Schafen gewarnt wurde mittels Gefahrensignal. 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