{"id":389,"date":"2023-06-28T22:41:32","date_gmt":"2023-06-28T20:41:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/?p=389"},"modified":"2023-07-03T18:15:34","modified_gmt":"2023-07-03T16:15:34","slug":"tag-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/?p=389","title":{"rendered":"Tag 29"},"content":{"rendered":"<p>Freitag, 23.6.2023\u00a0 \u00a0Unser grosses Ziel die Lofoten, setzen sich aus einem 1227 Quadratkilometer grossen Inselreich, das von S\u00fcdwest nach Nordost aus den Hauptinseln Moskenes\u00f8y, Flakstad\u00f8y, Vestvag\u00f8y und Austvag\u00f8y, zusammen. Sie sind allesamt mit Br\u00fccken und Tunnels verbunden. Die Wasserstrassen zwischen den grossen, bewohnten Eilanden weisen oft t\u00fcckische und gef\u00e4hrliche Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse auf und sind f\u00fcr Seeleute ein risikoreiches Gew\u00e4sser. Da die Lofoten sehr bekannt f\u00fcr ihren Fischreichtum sind, werden sie oft von Hobbyfischern besucht. Nun kommt mir gerade in den Sinn, dass Rico immer noch keine Fischerrute sein Eigen nennt&#8230; J\u00e4 nu. Heute nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir dick eingepackt, mit Handschuhen bewehrt und nat\u00fcrlich dem Regenzeug im Rucksack, nach \u00c5. Dies ist der k\u00fcrzeste Ortsname, man spricht es Aa aus. Der Himmel zeigte sich von seiner schlechten Seite, n\u00e4mlich nebelverhangen und in s\u00e4mtlichen angsterregenden Graut\u00f6nen. Unterwegs sahen wir bei einem kleinen Wasserfall einen eingeklemmten Stein, \u00e4hnlich des Preikestolen, und so erlaubte sich Rico einen Scherz, bestieg den Stein, und ich musste fotografieren. Die Schwierigkeit bestand darin, nicht auszurutschen und ins Wasser zu fallen. Ausserdem war der Stein ziemlich hoch. Die Fahrt war kurz und dauerte nur 4,8 Km. Wir kurvten mit unsern Fahrr\u00e4dern ein wenig in \u00c5 umher, immer durch die kleinen G\u00e4sschen, hinter den Fischerh\u00e4uschen herum, bis wir genug kalt hatten. Nun war der richtige Zeitpunkt f\u00fcr einen Kaffe fanden wir. Und so kamen wir bei einer Boots und &#8211; Angelvermietung, bei Kathrin und Marcel an. Kathrin hat nur ein winzig kleines R\u00e4umchen, wo sie Kaffe ausschenkt und frische Lachsbr\u00f6tchen reicht, sowie wenig S\u00fcsses anbietet. Der Kaffe war ausgezeichnet, der Beste, welchen ich bisher in Norwegen getrunken habe. Rico fand das auch, und bestellte gleich noch ein Lachsbr\u00f6tchen. Leider kann man bei Kathrin nicht im Trockenen sitzen, nur draussen hatte es Holztische. Ich habe ziemlich lange mit ihr geredet, w\u00e4hrend sie Ricos Br\u00f6tchen machte. Unterdessen lernte ich gleich noch ihren Mann Marcel kennen, beide kamen vor 10 Jahren aus Deutschland hierher, und betreiben miteinander dieses Business und nebenbei vermieten sie auch noch Rorbuer. Dies sind die typischen roten alten Fischerh\u00e4uschen. Danach gingen wir endlich das Fiskemuseum anschauen, es besteht aus vielen Rorbuern, Geb\u00e4uden und auch Sehensw\u00fcrdigkeiten, die sich teilweise auch draussen befinden. In diesem Fischermuseum, das sich auch Stockfischmuseum nennt, geht es vorwiegend um die 1000 J\u00e4hrige Geschichte dieser Handelsware. Wie wird der Fisch gefangen, wie verarbeitet etc. Ein 30 min\u00fctiges Video kl\u00e4rt auf, und damit man es nicht vergisst, der Duft der Fische h\u00e4ngt \u00fcberall in der Luft. Eigentlich ist es auch gleichzeitig das norwegische Fischerdorfmuseum, \u00e4hnlich dem Ballenberg in der Schweiz, oder dem Maihaugen in Lillehammer bei Oslo. Bei der B\u00e4ckerei, welche auch zum Museum geh\u00f6rte, kauften wir noch 4 Kanellsnurr, die besten Zimtschnecken Norwegens. Riesige Dinger, ganz warm und frisch aus dem Ofen. Einer kostet 60 Kronen, dies sind ca.\u00a0 \u00a0Fr. 4,92. Ein stolzer Preis! Als wir wieder kalt genug hatten, war es nochmals Zeit f\u00fcr einen feinen Kaffe. Marcel, Kathrins Mann fand damals, dass sie nur guten Kaffe verkaufen wollen, und deshalb beschlossen sie, italienischen zu besorgen. Dies lohnt sich auch, weil sich das herumspricht. Also schnell wieder zu den beiden Deutschen zur\u00fcck radeln. Unterdessen fand sich eine kleine deutsche Reisegruppe ein, welche allj\u00e4hrlich bei und mit Marcel zusammen eine Angelwoche verbringt. Sofort nahm uns die illustre Gesellschaft in Beschlag und palaverte mit uns herum. Was haben wir zusammen gelacht. Rico erz\u00e4hlte, dass er vorgehabt h\u00e4tte, nur das zu essen, was er eigenh\u00e4ndig in Norwegen gefangen oder erlegt h\u00e4tte. Eigentlich m\u00fcssten wir total schlank, ja wenn nicht gar abgemagert heimkehren. Aber wir haben uns anderweitig Essen besorgt. Wir hielten uns die B\u00e4uche beim Lachen. Unterdessen k\u00f6chelte ein Rindergulasch auf dem offenen Feuer, welches die Gruppe jeweils am ersten Tag isst. Sie n\u00f6tigten uns, mit einem Marillenschnaps auf ihren Urlaub anzustossen, schlussendlich wurden dann 2 daraus. Wir h\u00e4tten noch lange da bleiben k\u00f6nnen, und wir h\u00e4tten bestimmt auch noch zu Essen bekommen, aber es war an der Zeit, heimzukehren. Am Schluss posierte Rico dann noch mit einer Angelrute, was wieder zur allgemeinen Belustigung beitrug. Und damit wir auch wirklich keinen Hunger leiden m\u00fcssen, kauften wir bei Kathrin noch einen ger\u00e4uchten Lachs, den wir nun peu \u00e0 peu vertilgen. \u00dcbrigens ist \u00c5 autofrei und es gibt ca. 30 150 Jahre alte H\u00e4user, die sehr sehenswert sind. Da der Parkplatz ausserhalb ist, und es ziemlich viele Wohnmobile hatte, war der Platz proppenvoll. Es war wirklich ein spannender und fantastischer Ausflug.\u00a0 Auf dem R\u00fcckweg zum Campingplatz schauten wir noch in eine riesige Lagerhalle, in der Stockfisch zum Versand bereit stand. Ich fragte den Mann ein wenig aus und bereitwillig erkl\u00e4rte er uns, dass die Italiener die gr\u00f6ssten Abnehmer seien. Stoccafisso Norvegese sei ein Leckerbissen und sehr bekannt und beliebt. Er gab Rico ein St\u00fcck getrockneten Fisch, welcher wirklich sehr hart ist, insgesamt hielt sich die Begeisterung in Grenzen&#8230; Ich muss nicht extra erw\u00e4hnen, dass ich gerne auf diese Spezialit\u00e4t verzichtete.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/cYgnBgp4Y\">Bilder Tag 29<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 23.6.2023\u00a0 \u00a0Unser grosses Ziel die Lofoten, setzen sich aus einem 1227 Quadratkilometer grossen Inselreich, das von S\u00fcdwest nach Nordost aus den Hauptinseln Moskenes\u00f8y, Flakstad\u00f8y, Vestvag\u00f8y und Austvag\u00f8y, zusammen. Sie sind allesamt mit Br\u00fccken und Tunnels verbunden. Die Wasserstrassen zwischen den grossen, bewohnten Eilanden weisen oft t\u00fcckische und gef\u00e4hrliche Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse auf und sind f\u00fcr Seeleute ein risikoreiches Gew\u00e4sser. Da die Lofoten sehr bekannt f\u00fcr ihren Fischreichtum sind, werden sie oft von Hobbyfischern besucht. Nun kommt mir gerade in den Sinn, dass Rico immer noch keine Fischerrute sein Eigen nennt&#8230; J\u00e4 nu. Heute nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir dick eingepackt, mit Handschuhen bewehrt und nat\u00fcrlich dem Regenzeug im Rucksack, nach \u00c5. Dies ist der k\u00fcrzeste Ortsname, man spricht es Aa aus. Der Himmel zeigte sich von seiner schlechten Seite, n\u00e4mlich nebelverhangen und in s\u00e4mtlichen angsterregenden Graut\u00f6nen. Unterwegs sahen wir bei einem kleinen Wasserfall einen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":450,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-389","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-reise-2023"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=389"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":458,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/389\/revisions\/458"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}