{"id":563,"date":"2023-07-18T13:16:34","date_gmt":"2023-07-18T11:16:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/?p=563"},"modified":"2023-07-18T13:16:34","modified_gmt":"2023-07-18T11:16:34","slug":"tag-45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.monika-kesselring.ch\/?p=563","title":{"rendered":"Tag 45"},"content":{"rendered":"<p>Sonntag, 9. Juli 2023\u00a0 \u00a0Schon lustig, wieviel man pl\u00f6tzlich von der Sprache versteht, wenn man sich l\u00e4nger in einem Land aufh\u00e4lt. Ich bin der schwedischen Sprache viel mehr zugeneigt, als wie vor vielen Jahren, als ich mit Mario den Schwedischkurs in der Migros Klubschule besuchte. Vielleicht sollte ich es nochmals versuchen? Bevor wir weiterreisen, sucht sich Rico immer einen neuen Camping heraus und bespricht das Vorgehen mit mir. Er liest die Rezessionen, schaut sich den Ort an, und was man dort unternehmen k\u00f6nnte. Er fand einen winzigen Camping in Familienhand, der hatte ganz tolle Rezessionen. Also ging es f\u00fcr uns weiter auf der E4, der Europastrassen einer Autostrassen\u00e4hnlichen Strasse, bei der die Autos mit 110 Km\/h fahren d\u00fcrfen. Wir nat\u00fcrlich nur mit 80 Km\/h, daf\u00fcr sehen wir auch mehr. Komischerweise darf man auf dieser Autostrasse links abbiegen, aber immer nur \u00fcber einen Wendeplatz, der V\u00e4ndomr\u00e5de genannt wird. Das passiert dann so: zuerst kommt die Signalisation des Wendeplatzes, also der eigentlichen Abbiegesituation, dann f\u00e4hrt man rechts heraus und macht einen U Turn, und sofern niemand von hinten und sowohl auch vom Gegenverkehr kommt, darf man den Autostrassengegenverkehr \u00fcberqueren. Strange, finde ich, aber es klappt meistens. Wir mussten zum Gl\u00fcck nie so abbiegen, hat doch unser Anh\u00e4nger eine L\u00e4nge von 6.840 m und unser Mercedes eine L\u00e4nge von 4.441 m. Da muss dann schon gut geschaut werden. Auf jeden Fall erreichten wir gesund unsere neue Homebase in Obbola, den Camping Fl\u00e4se nach 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, und alles, ohne uns verfahren zu haben. Und tats\u00e4chlich, der Campingchef war so freundlich und zuvorkommend, er wies uns einen Platz direkt vor dem Meer zu, rechts von uns ein Dauercamper mit tollem Vorbau der aber nicht anwesend war, und links niemand. Da es am Vorabend scheinbar einen grossen 30 min\u00fctigen Platzregen gab, war das Gras ein wenig feucht, das st\u00f6rte uns aber nicht im Geringsten. Er erkl\u00e4rte uns alles, wie es praktiziert wird hier, wir h\u00f6rten zu und wunderten uns teilweise. Wir beschlossen, am n\u00e4chsten Tag weiter zu reisen. Aber zuerst packten wir die Badehose und gesellten uns zu ein paar wenigen Leuten am Sandstrand. Der Platzwart meinte, das Meer habe 23\u00b0. Dies mussten wir nat\u00fcrlich testen, waren wir doch noch nie schwimmen, seit wir im Norden unterwegs waren. Es war tats\u00e4chlich warm, aber diese kleine Ecke des Meeres ist eben sehr lange untief und deshalb w\u00e4rmer als normal. Also liefen wir etliche Meter, bis wir endlich Schwimmtiefe erreichten. Es war erfrischend und erquickend. Es hat f\u00fcr die wenigen Leute nur 2 Toiletten und 2 Duschen. Lustigerweise ist das Bad abgeschlossen, damit sich keine Badeg\u00e4ste vom Strand dort duschen gehen. Alle Camper haben einen Schl\u00fcssel, um das Schloss aufzuschliessen, dann kehr man die weisse Tafel um, welche nun rot zeigt, geht hinein und schliesst von innen ab. Nach dem Duschen geht`s dann wieder raus, nat\u00fcrlich muss man alles sauber verlassen, dreht die rote Tafel wieder um und schliesst wieder ab. Duschwillige sitzen unterdessen auf der Bank draussen und warten darauf, dass das Bad wieder frei gegeben wird. Alle Dauercamper haben ein Kistli mit ihrem Duschmittel und den Utensilien, welche sie ben\u00f6tigen. Auch in der K\u00fcche ist es lustig, da h\u00e4ngen in Reih und Glied ca. 17 Pfannenb\u00fcrsteli, jeder Dauercamper hat sein Eigenes und \u00fcber jedem B\u00fcrsteli steht das eigene Abwaschmittel. Nur die Besucher wie wir, bringen ihre eigenen Sachen mit und nehmen sie nach getaner Arbeit wieder zur\u00fcck. Abends telefonierten wir dann per Whatsapp mit unseren T\u00f6chtern und unserem Schwiegersohn, und sogar Calina und Serge hatten wir am Draht, da sie mit Tanja zusammen waren. Es war lustig, wieder einmal alle geh\u00f6rt zu haben. Wir bekamen Feedback von unserm Blog, was uns nat\u00fcrlich auch interessierte und freute. Nach dem Duschen, welches wirklich kein Problem darstellte, sagten wir uns, abwarten wie es ist. Und es war so ruhig hier, so gem\u00fctlich, ja einfach toll. Warum nicht eine Nacht anh\u00e4ngen? Mittlerweile sind wir der \u00dcberzeugung, je mehr N\u00e4chte, desto besser. Wir haben \u00fcbrigens bis 10 Uhr tief und fest geschlafen, und das tut doch einfach gut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/monirita.quickconnect.to\/mo\/sharing\/ZGWkJt8uH\">Bilder Tag 45<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 9. Juli 2023\u00a0 \u00a0Schon lustig, wieviel man pl\u00f6tzlich von der Sprache versteht, wenn man sich l\u00e4nger in einem Land aufh\u00e4lt. Ich bin der schwedischen Sprache viel mehr zugeneigt, als wie vor vielen Jahren, als ich mit Mario den Schwedischkurs in der Migros Klubschule besuchte. Vielleicht sollte ich es nochmals versuchen? Bevor wir weiterreisen, sucht sich Rico immer einen neuen Camping heraus und bespricht das Vorgehen mit mir. Er liest die Rezessionen, schaut sich den Ort an, und was man dort unternehmen k\u00f6nnte. Er fand einen winzigen Camping in Familienhand, der hatte ganz tolle Rezessionen. 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