Tag 41

Mittwoch, 5. Juli 2023   Da es gestern doch wieder sehr anstrengend war beim Fahren, nahmen wir es heute gemütlich. Nach unserem Frühstücksei mit feinem Brot und Käse, war es Zeit für es bizzi ummeplämperle und einfach ein wenig sein. Auf dem Platz war es so still, seit die letzten wenigen Gäste gegangen waren.  Wieder einmal haben wir Wäsche gemacht, was halt auch dauert und unsere  Anwesenheit erfordert. Plötzlich war es bereits Nachmittag und wir wollten noch die Kirche von Pajala besuchen. Sie steht im östlichen Teil der Gemeinde, ganz in der Nähe des Flusses Torne. 1794 wurde sie als Werkskirche gebaut, jedoch später nach Pajala verlegt. Das Kirchenschiff und die Sakristei wurden erst später hinzugefügt. 1970/1971 fand eine grosse Renovation statt. Die äussere Architektur zeugt vom Neoklassizismus. Sie wurde letztmals 1980 frisch gestrichen aussen, was sie gut aussehen lässt. Als wir mit den E Bikes so durch das Dorf fuhren, sahen wir einen Mann, der seine Strasse abspritzte. Ich fand das komisch, vor allem als ich bemerkte, dass weitere Strassen auch nass waren. Und so kam mir alles ein wenig suspekt vor, weil ich dachte, er hätte die alle gesäubert. Danach mussten wir etwas zum Essen besorgen. Währenddessen dachten wir, ein Kaffe nach dem Einkauf mit einem Kardemummaknut De Luxe wäre etwas Herrliches. Er ist das Pendant zum norwegischen Kanellsnurr, hat einfach viel mehr Kardamom drinn und schmeckt delicious. Als wir den Einkaufsladen Coop verliessen begann es zu regnen, und erst da merkten wir beide, dass der Mann wohl vorhin nur seine Zufahrt abgespritzt hatte, und der Rest besorgte der beginnende Regen. Zurück auf der Homebase verdichteten sich die Wolken, bei uns hatte es noch nicht geregnet, wurden langsam dunkelgrau bis schwarz, es reichte jedoch knapp, um den Kaffe noch draussen zu geniessen. Zusammen mit der feinen schwedischen Köstlichkeit. Bei uns auf dem Platz war noch immer kein Regen nieder gegangen, im Dorf jedoch teilweise schon. Später begann es zu winden und wir erahnten, dass es bald feucht werden, und uns alsbald auch treffen würde. Wir sind irgendwie immer so zeitlos und wissen wegen der andauernden Helligkeit nicht einzuschätzen, wie spät es ist. Also arbeiten wir mit dem Gefühl und dem Hunger. Rico begann, unser gekauftes Flintsteak von 888 g auf dem Gasgrill zu grillen, gleichzeitig hatte er Kartoffelwürfelchen mit Karotten, Zwiebelringen und Rosmarinnadeln in feiner Butter geschwenkt und geröstet. Dies sah nicht nur fein aus, sondern es war auch lecker. Wie vorausgesagt, hatten wir zuviel Fleisch und Zutaten, eine Kartoffel weniger hätte es auch getan. Aber Ihr wisst ja, mein Mann ist ein Metzgerssohn! Kurz bevor das Essen fertig und gar war, begann es erwartungsgemäss stark zu regnen und wir konnten schnell noch alles in den Wohnwagen räumen, um zu essen. Ihr wollt wissen, was ich in der Zeit machte, als mein Mann kochte? Ich habe geschrieben, damit wir zu Hause unsere Erlebnisse nachempfinden können. Dies nennt man Aufgabenteilung. Aber wenn dann etwas nicht klappt, oder der Bildschirm blau wird, oder sogar ein ganzer (langer Artikel!!!) Tag plötzlich verschwindet, dann ist Rico gefragt. Ich mit meiner Ungeduld und Unwissenheit in Computerdingen bin dann am Anschlag. Zum Glück konnte er alles wieder herstellen, so dass der Abend auch gerettet war. Inzwischen regnet es immer noch, Rico ist  am Abwasch und ich beende unseren heutigen Tag mit unserem Blog.

Bilder Tag 41

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