Tag 31

Sonntag, 25. Juni 2023   Um 4 in der Früh erwachte ich und schaute schnell nach, wie kalt es denn sei. Wir hatten 8° in Moskenes. Um 10 Uhr, beim Zusammenpacken und Einräumen hatten wir bereits lockere 10°. Da wir uns am Morgen nie sonderlich beeilen, wir sind ja nicht auf der Flucht sondern im Urlaub, wird es oft später als gedacht.  Also war es nach dem Frühstück 10:00 Uhr, bis wir endlich abfahrtbereit waren. Inzwischen begann uns die Sonne recht fest durch die Autoscheiben aufzuwärmen, so dass sich die inzwischen 16° recht warm anfühlten. Wir hatten 119 Km vor uns, die in rund gut 2 Stunden zu schaffen wären. Zuerst ging es wieder durch den Nationalpark Lofotodden über Vestvågøya, vorbei an Gimsøya nach Kabelvåg. Unterwegs besuchten wir die legendären weissen Sandstrände von Flakstadøy, Fredwang, Ytresand und Ramberg. Sie waren schön anzusehen, mit teils

Tag 30

Samstag, 24.6.2023   Heute Morgen drückte der Nebel und die Kälte so sehr, dass wir erstmals im Wohnwagen, statt im Vorzelt, frühstückten. Es war 10° kalt und windig, trotzdem wollten wir uns Reine ansehen. Vom Camping aus ging es über die Moskenes – Djupfjordbrua über Marken vorbei nach Reine, welche eine der meistfotografierten Ortschaften der Lofoten ist. Bei der Fahrt über die hohe Brücke, wurden wir fast fort gewindet. An roten Rorbuern vorbei, allesamt zum Mieten, hinter ihnen die schroffen und steilen Felswände und vorne das schäumende Meer, fuhren wir im Wind. Reine ist eine ehemalige Walfänger Hochburg. Die atemberaubende Gebirgslandschaft ist ein Schmuckstück, das längst von vielen wandernden Touristen, die auch Radfahren oder fischen wollen, vereinnahmt wird. Der Ort ist übrigens auch en miniature im Legoland Dänemark nachgebaut und ausgestellt. Im Zentrum dann plötzlich der Schrei, die Schweizer kommen. Aha, da trafen wir

Tag 29

Freitag, 23.6.2023   Unser grosses Ziel die Lofoten, setzen sich aus einem 1227 Quadratkilometer grossen Inselreich, das von Südwest nach Nordost aus den Hauptinseln Moskenesøy, Flakstadøy, Vestvagøy und Austvagøy, zusammen. Sie sind allesamt mit Brücken und Tunnels verbunden. Die Wasserstrassen zwischen den grossen, bewohnten Eilanden weisen oft tückische und gefährliche Strömungsverhältnisse auf und sind für Seeleute ein risikoreiches Gewässer. Da die Lofoten sehr bekannt für ihren Fischreichtum sind, werden sie oft von Hobbyfischern besucht. Nun kommt mir gerade in den Sinn, dass Rico immer noch keine Fischerrute sein Eigen nennt… Jä nu. Heute nach dem Frühstück fuhren wir dick eingepackt, mit Handschuhen bewehrt und natürlich dem Regenzeug im Rucksack, nach Å. Dies ist der kürzeste Ortsname, man spricht es Aa aus. Der Himmel zeigte sich von seiner schlechten Seite, nämlich nebelverhangen und in sämtlichen angsterregenden Grautönen. Unterwegs sahen wir bei einem kleinen Wasserfall einen

Tag 28

Donnerstag, 22.6.2023   Was war das für eine aufregende Nacht, mit all diesen wartenden Leuten. Überall ein Geschnatter, laute Musik und Gesänge, ja sogar gegrillt und gekocht wurde inmitten der Kolonnen. Und natürlich auch getrunken. Ein paar Velofahrer campierten im Minizelt auf dem spärlichen Grünstreifen, andere führten ihren Hund noch Gassi, und wieder andere spazierten mit ihren Kindern auf dem Arm umher. Irgendwann machten wir dann ein kleines Schläfchen, vergassen dabei aber nicht, den Wecker zu stellen. Die erste Fähre ging ja um 03.15 Uhr. Leider nicht mit uns, es reichte knapp nicht. Da wir nicht nochmals in den Wohnwagen schlafen gehen wollten, spazierten wir auch ein bisschen herum, hie und da ein Schwätzchen haltend und übten uns in Geduld. Nichtsdestotrotz waren wir vom langen Autofahren doch sehr erledigt. Die Sonne ging ja nicht unter, und da es hell war, dachte man sich, man

Tag 26

Dienstag, 20.6.2023   Müde vom gestrigen aufregenden Tag stellten wir uns auf eine längere Autofahrt ein, was erwartungsgemäss auch eintraf. Es war schon wieder 26° heiss, und fast unerträglich, um Auto zu fahren. Ausserdem warnte uns das GPS immer wieder vor einer Baustelle, die, wenn wir sie umfahren möchten, gegen 100 Km mehr betragen sollte, und ca. 5 Stunden länger dauern sollte. Es war grauenvoll. Es war heiss. Und wir wollten den Direktweg, keine Umfahrung. Irgendwann merkten wir, dass wir doch anders fuhren, als wir wollten und herausgesucht und uns vorgenommen hatten. Die Fahrt führte uns an wirklich idyllischen Fjorden vorbei, über tolle Brücken, und sehr schöne grüne Gegenden, welches wir auch genossen. Bald schon fuhren wir links an Wäldern und rechts eingekesselt von einem Fjord vorbei, und es gab nur diese Strasse. Sie wurde immer unwegsamer und enger. Wenn wir plötzlich einen kleinen

Tag 24 und 25

Sonntag, 18. Juni 2023   Wir verlassen Haugesund Richtung Nordfjordeid und fahren bis zum Campingplatz Nesjartun am Horninsalsvatnet. Es war auch wieder sehr heiss bei 26°, plötzlich wurde es kühler und begann ein wenig zu tröpfeln. Anschliessend wurde es wieder milder, so wie wir es uns gewohnt waren. Wir erreichten den Campingplatz erst um 19:40 und waren dementsprechend vom Fahren sehr müde und verschwitzt. Montag, 19.6.2023   Ich erwachte bereits um 5:30, immer eine gute Zeit, um zu lesen. Als Rico auch wach war konnten wir zusammen frühstücken und uns wieder zum Weiterreisen bereit machen. Heute ging es schnell, hatten wir doch nur eine Stunde entfernt einen Camping in Hellesylt ausgesucht. Nach dem Ankommen um 9:20 wollten wir uns aufmachen, den Geirangerfjord  per Schiff zu befahren, deshalb stellten wir den Wohnwagen auf den Platz, ohne ein Zelt aufzustellen. Anmelden konnten wir uns nicht mehr, da

Tag 20

Mittwoch, 14. Juni 2023  Um 7:30 erwachten wir bereits, frühstückten und nach dem Zusammenpacken gings schon wieder los mit dem Wohnwagen durch den Hundvågtunnelen auf die gleichnamige Insel, durch den Mastrafjordtunnelen, dann über die Insel Rennesøy bis mit Mortavika auf die Fähre, welche alle Viertelstunde losfährt. Über den Boknafjorden erreichten wir nach einer guten und kurzen 28 minütigen Überfahrt Arsvågen, das auf der Insel Vestre Bokn liegt. Immer wieder ging es über Brücken, welche kleinere und grössere Inseln verbindet. Schlussendlich trafen wir kurz vor 14 Uhr auf dem Campingplatz Haraldshaugen, er existiert seit 1952, ein. Doch vorher mussten wir noch etliche Minuten Geduld üben, hatte es doch auch hier wieder eine riesengrosse und breite Baustelle. Irgendwie erwischen wir immer Strassenabschnitte, wo gebaut, erneuert oder eine Umfahrung gemacht wird. Fotos Tag 20

Tag 27

Mittwoch, 21.6.2023   Auch heute erwartete uns eine lange Autofahrt, wir waren aber darauf eingestellt, hatten wir doch sehr gut und ruhig geschlafen. Die erste Rast hielten wir beim Familiepark Namsskogan, den hatten wir damals mit unsern Girls besucht und den Elch Jan – Eynar getroffen. Der Park hat einen kleinen See in der Mitte und ganz viele Tiere, toll für Familien. Wir assen eine Kleinigkeit und erholten uns von den Strapazen. In der Nähe befindet sich eine Lachstreppe, welche wir uns auch nochmals ansehen wollten, und Rico hatte sehr grosse Lust auf einen Lachsteller. Leider haben wir sie nicht gefunden, die Lachstreppe, im Internet stand, dauerhaft geschlossen. Wahrscheinlich haben die Norweger wieder eine neue tolle Strasse gebaut. Dafür fuhren wir wieder einmal ins Hinterland, die Berge rauf und die Hügel runter, immer hoffend, es möge kein breiter Gegenverkehr kommen. Wir landeten bei einem

Tag 21, 22 und 23

Donnerstag, 15. Juni 2023   Kein spektakulärer Tag, kurz: Chillen Velofahren in Haugesunds langer Einkaufsstrasse Einkaufen Sonne geniessen Kauf einer neuen Sonnenbrille, da die alte unauffindbar war Grilling the Killing auf Holzkohle (war sehr sehr lecker) mit Geschwellten und Salat Freitag, 16. Juni 2023   Heute stand Karmøy, die Insel mit seidenweichen Sandstränden und authentischer Küstenkultur auf dem Plan. Die Dramatik des Meeres bekamen wir nicht live mit… Also verliessen wir Haugesund, die vielen grossen, breiten und lärmenden Baustellen hinter uns lassend, via E 134 über die grosse, berühmte (sind hier nicht alle Brücken berühmt?) Karmsundbrua. Ganz unten an der Südspitze der Insel wollen wir unsern Ausflug im charmanten Skudeneshavn mit unsern E Bikes erkunden und beginnen. Es sei dies die wohl besterhaltene Kleinstadt Norwegens, so steht es im Reiseführer. Und wir wurden nicht enttäuscht. Welche Augenweide, die weissgetünchten, fast alle mit herrlichen Blumengärten umgebenen

Tag 19

Dienstag, 13. Juni 2023   Heute ging es vor allem darum, eine Garage zu finden. Die erste existierte nur im Internet und war zu, weil das Gebäude abgerissen wird. Also wollten wir unserem Auto nur das Beste angedeihen lassen und suchten eine Mercedes Garage. Sie wäre in Sandnes gewesen, wenige 15 Km entfernt und eigentlich einfach zu bewältigen in 17 Minuten. Man fährt hier in Norwegen in den Städten und Dörfern jeweils immer von Kreisverkehr zu Kreisverkehr, und manchmal ist das GPS nicht up to date, oder die Strasse ist neu. Und so kommt es halt, wie es kommen musste, ich hatte mich verfahren, fuhr durch einen ellenlangen Unterwassertunnel, in dem man möglichst nicht wenden sollte, dann wieder falsch abgebogen etc. Nach über einer Stunde hätte die  Garage nach GPS eigentlich vor uns sein sollen, aber es gab eine riesengrosse Baustelle, dann noch ein