Sonntag, 25. Juni 2023 Um 4 in der Früh erwachte ich und schaute schnell nach, wie kalt es denn sei. Wir hatten 8° in Moskenes. Um 10 Uhr, beim Zusammenpacken und Einräumen hatten wir bereits lockere 10°. Da wir uns am Morgen nie sonderlich beeilen, wir sind ja nicht auf der Flucht sondern im Urlaub, wird es oft später als gedacht. Also war es nach dem Frühstück 10:00 Uhr, bis wir endlich abfahrtbereit waren. Inzwischen begann uns die Sonne recht fest durch die Autoscheiben aufzuwärmen, so dass sich die inzwischen 16° recht warm anfühlten. Wir hatten 119 Km vor uns, die in rund gut 2 Stunden zu schaffen wären. Zuerst ging es wieder durch den Nationalpark Lofotodden über Vestvågøya, vorbei an Gimsøya nach Kabelvåg. Unterwegs besuchten wir die legendären weissen Sandstrände von Flakstadøy, Fredwang, Ytresand und Ramberg. Sie waren schön anzusehen, mit teils klarem Wasser wie auf Sardinien. Nur leider war es sehr sehr kalt. Wäre es wärmer gewesen, hätten wir sicherlich ein Bad genommen, jedoch verleitet einem der Wind nicht gerade dazu. Man käme aus dem Wasser und wäre schockgefroren… So konnten wir ohne grossen Zeitverlust, nur einmal schnell einen Kaffe getrinken am Weg, schon bald unsern neuen Platz Feriehus und Camping (wird glaube ich Feriehüs ausgesprochen) in Kabelvåg erreichen. Bereits um 14:30 hatten wir unser La fiamma Vordach als Sonnenschutz montiert und wollten anschliessend ins Dorf, einkaufen gehen. Der Weg war tricky und gefährlich, entlang der Hauptstrasse mit schnell fahrenden Autos, und immer wieder tiefen Löchern und Furchen in unserer Fahrbahn und auf dem Veloweg. Im Dorf dann die Ernüchterung, alle Läden geschlossen, es war ja Sonntag. Bis anhin hatten alle Einkaufsläden, Supermärkte etc. in ganz Norwegen jeden Tag offen! und dies von 8 Uhr bis 23 Uhr. In Ermangelung eines grossen Kühlschrankes zum Lagern unseres Essens, haben wir immer noch Konserven und Randensalat im Glas als Essensvorräte. Der langen Rede kurzer Sinn: meine Mutter erzählte mir vor Jahren, dass sie gerne Rösti aus dem Päckli esse, was bei mir Unverständnis und Kopfschütteln auslöste. Bei den Vorbereitungen unserer Reise planten wir zusammen unsere Vorräte und da meinte Rico, das mit der Rösti, das probieren wir aus. Danke Mutti. Also gab es erstmals eine Päcklirösti, für Rico mit Lachs und Spiegelei, für mich nur mit Ei und Brot. Ja was soll ich sagen, sooo schlecht war es nicht. Wir hatten dann noch das Glück auf eine leere Waschmaschine zu treffen, und so konnten wir noch 2 Maschinen waschen. Es bedeutete für mich wieder Stress, denn die erste Maschine dauerte 3 Stunden und 10 Minuten, eine 60° Wäsche notabene, und dies bei meiner Ungeduld. Ausserdem ist es so, je später am Abend, desto mehr Frauen stehen an, um auch waschen zu können. Als ich fertig war mit Waschen, standen 3 Frauen an, und 3 weitere Personen hatten beschlossen, Handwäsche zu machen. Aber eben, Bettwäsche als Handwäsche ist für mich recht schwierig. Ein weiterer guter Tag neigte sich dem Ende zu.