Dienstag, 13. Juni 2023 Heute ging es vor allem darum, eine Garage zu finden. Die erste existierte nur im Internet und war zu, weil das Gebäude abgerissen wird. Also wollten wir unserem Auto nur das Beste angedeihen lassen und suchten eine Mercedes Garage. Sie wäre in Sandnes gewesen, wenige 15 Km entfernt und eigentlich einfach zu bewältigen in 17 Minuten. Man fährt hier in Norwegen in den Städten und Dörfern jeweils immer von Kreisverkehr zu Kreisverkehr, und manchmal ist das GPS nicht up to date, oder die Strasse ist neu. Und so kommt es halt, wie es kommen musste, ich hatte mich verfahren, fuhr durch einen ellenlangen Unterwassertunnel, in dem man möglichst nicht wenden sollte, dann wieder falsch abgebogen etc. Nach über einer Stunde hätte die Garage nach GPS eigentlich vor uns sein sollen, aber es gab eine riesengrosse Baustelle, dann noch ein Durchfahrtsverbot, es war zum Heulen. Schlussendlich fanden wir mit Hilfe einer Passantin, welche die Garage nicht kannte, obwohl sie in dem Gebiet arbeitete, und Ricos Handy, den Weg. Also zurück zur Hauptstrasse, über die riesige Baustelle, über jene Kreisel, bis wir endlich an ein supergrosses Gebäude kamen und das, halleluia, mit Mercedes angeschrieben war. Aber auch dort, Baustelle, Umleitung! Du siehst den Laden, kommst aber nicht hin. Wir waren ziemlich genervt. Nach kurzem Umfahren des Gebäudes kamen wir dann doch noch an. Es hatte nur noch einen Parkplatz für ein E Auto notabene, aber ENTSCHULDIGUNG, ich musste ihn nehmen. Drinnen dann mehrere Automarken in dem selben Grossraumbüro, mit wahnsinnig vielen Rezeptionen. Alles total riesig. Und Platz hatte es da drinnen, man brauchte fast einen Lageplan. Nach kurzem Warten wurden wir von einem freundlichen Herrn bedient und ich erklärte unser Anliegen. Er nahm den Schlüssel des Autos und den Fahrzeugausweis, sagte wir sollen uns setzen, er kümmere sich und suche einen freien Platz in der dahinterliegenden Garage. Nach 2,5 Stunden die wir wirklich ohne zu murren ausharrten, weil wir ja so froh waren, eine Garage gefunden zu haben, bekamen wir unseren Mercedes wieder heil zurück. Im Pneu hätte der Arbeiter eine Schraube gefunden, welche wir ja auch schon gesucht, aber leider nie gesehen hatten. So waren wir doch recht froh und glücklich, dass alles wieder einmal ein gutes Ende gefunden hatte. Den Rückweg fanden wir dann ohne uns zu verfahren auf schnellstem Wege über x Kreisverkehre. Ich liebe Kreisverkehrfahren in Norwegen, sie sind meist 2 spurig und alle halten sich an den Linksvortritt. Und sofern das GPS korrekte Anweisungen gibt oder man nicht die falsche Ausfahrt erwischt, kommt man schnell dahin, wo man gewollt hat. Heute ging es nochmals zum allerletzten Mal ins Hansen, so schade. Wir haben dieses Restaurant, wo sich alles im Freien abspielt, sehr ins Herz geschlossen. Zum Schluss haben uns die Serviceangestellten auch gekannt und mit einem Lächeln begrüsst, weil wir täglich dort eingekehrt sind. Der Blick hinaus in den Hafen ist einzigartig, und das Ferienfeeling komplett, wenn man den Leuten beim Flanieren zuschauen kann. So, und jetzt gehts ins Bett, morgen wollen wir weiter…
Bilder Tag 19