Donnerstag, 22.6.2023 Was war das für eine aufregende Nacht, mit all diesen wartenden Leuten. Überall ein Geschnatter, laute Musik und Gesänge, ja sogar gegrillt und gekocht wurde inmitten der Kolonnen. Und natürlich auch getrunken. Ein paar Velofahrer campierten im Minizelt auf dem spärlichen Grünstreifen, andere führten ihren Hund noch Gassi, und wieder andere spazierten mit ihren Kindern auf dem Arm umher. Irgendwann machten wir dann ein kleines Schläfchen, vergassen dabei aber nicht, den Wecker zu stellen. Die erste Fähre ging ja um 03.15 Uhr. Leider nicht mit uns, es reichte knapp nicht. Da wir nicht nochmals in den Wohnwagen schlafen gehen wollten, spazierten wir auch ein bisschen herum, hie und da ein Schwätzchen haltend und übten uns in Geduld. Nichtsdestotrotz waren wir vom langen Autofahren doch sehr erledigt. Die Sonne ging ja nicht unter, und da es hell war, dachte man sich, man müsse doch wach sein, es war schon eine spezielle Stimmung. Dann um 05:30 kam unsere Fähre und so konnten wir schnell an Bord, da wir ziemlich weit vorne standen. An Bord ergatterten wir einen guten Platz mit toller Sicht. Die Fähre legte fast pünktlich, um 06:06 ab, und wir hatten eine total ruhige Überfahrt, welche wir sehr geniessen konnten, mit ganz tollem und sonnigen Wetter. Dank den fantastischen Wetterbedingungen konnten wir die Inseln bereits gut sehen, welche langsam näher rückten. Es war fantastisch schön. Es kamen ein paar Wolken auf und so konnten wir speziell schöne und stimmungsvolle Bilder, mit Meer und Sonne schiessen. Bereits nach 3,5 Stunden erreichten wir unser Ziel, die Lofoten. Unser Campingplatz in Moskenes war keine 5 Minuten entfernt, und kurze Zeit später waren wir angemeldet, bekamen unseren Platz zugewiesen und konnten mit Aufstellen des Zelts und dem Einrichten beginnen. Anfangs hatten wir noch nicht übliche und warme Temperaturen von 23°. Doch plötzlich kam der Wind und Rico entschloss sich, eine Seitenwand einzubauen. Als er fertig war, windete es noch mehr, ja es begann sogar zu regnen. Das waren wir uns gar nicht mehr gewohnt. Also auch die zweite Seitenwand montieren, und des Regens wegen sogar nochmals eine Vorderwand, so fühlten wir uns ziemlich geschützt. Da die Temperaturen wegen des Windes sehr schnell sanken, waren wir schon froh, eine funktionierende Heizung zu haben. Schon bald schmiegten wir uns in unser warmes Bett und schauten den stürmischen Winden draussen zu. Es rüttelte recht fest an unserm Wohnwagen, liegt doch der Camping ziemlich exponierte auf einem Felsen mit direktem Blick aufs Meer.