Dienstag, 4. Juli 2023 Es regnete, und so beschlossen wir ohne Frühstück aber mit Kaffe im Bauch die Weiterfahrt anzutreten. Es sollte von Vestre Posrsayerveien in Norwegen nach Pajala in Schweden gehen. Den Weg machten wir bereits, als wir spontan mein Patenkind Fabienne und deren Partner Dani in Äskälompolo besuchten. Es regnete immer wieder unterwegs, trotzdem erfreuten wir uns an der Natur und konnten uns kaum satt sehen. Nachdem wir seit 9:20 Uhr unterwegs waren, hatten wir uns einen Kaffehalt verdient. Und siehe da, der Kannelsnurr war noch warm, da frisch aus dem Ofen. Welch ein Glück für uns. Bevor wir aber auf unserm neuen Platz ankamen, begegneten wir drei Male einigen Rentieren. Bei der letzten Gruppe war ein schwarzes dabei mit einem wunderschönen und grossen Geweih. Vor lauter Aufregung machte Rico statt Fotos ganz kurze Videos und erst am Schluss schaffte er es noch zu filmen. Schon sehr eindrücklich, und auch speziell, wie wenig Angst diese Tiere vor Autos haben. Unser neuer Camping heisst Route 99 in Pajala und wird von einem belgischen Ehepaar betrieben, welches sehr freundlich und zuvorkommend ist. Es ist der idyllischste Platz, seit wir im Norden unterwegs sind. Links der Fluss Torne, beheimatet scheinbar Lachse und viele Fische. Dann die grosse Wiese für Zelte und die Plätze für Womos und Wohnwagen, dahinter ein Wäldchen und einen winzigkleinen Seitenarm des Torne. Und in dem Wald wohnen abertausende von Mückenfamilien, die sich allesamt auf uns stürzen und uns pieksen wollen… Unsere Plätze für grosse Gefährte sind meist auf 2 Seiten mit Büschen und Bäumchen eingegrenzt, was es so toll und sympathisch macht. Es ist auch sehr ruhig hier, der Platz war fast leer, man hört nur wenige Autos von der gegenüber liegenden Brücke. Erstmals grillierte Rico auf dem kleinen neuen Gasgrill unser Fleisch. Wir sind ja eigentlich Holzkohlengriller, aber da wir so hungrig waren, schmeckte es ausgezeichnet. Dazu gab es frischen Salat und Reis mit Rüebli.