Dienstag, 18.7. 2023 Wir waren so erledigt vom gestrigen Tag, dass wir erst um 11 Uhr frühstückten und danach viele Stunden ins Tagebuch schreiben mussten. Dies ist ja auch Erholung. Nun ist es bereits nach 16 Uhr und wir wollen uns noch den Autofriedhof anschauen gehen. Auf dem Autofriedhof waren so viele verschiedene Automobile ausgestellt, es war jedoch ernüchternd für uns, ist doch alles sehr ungepflegt, da sich halt alles draussen befindet und eigentlich nichts daran gemacht wird. Es sieht ziemlich verlottert aus und für einen Autoliebhaber ist es eher sehr enttäuschend. Nichts desto Trotz befand sich auf dem selben Areal eine gutgehende Crepperie, welche von vielen Leuten besucht wurde. Wir hatten um 17 Uhr ein Date mit Tina, meiner Mallehrerin abgemacht, ich musste noch mein fertiges Bild abholen, welches am Montag noch nicht trocken war. Natürlich haben wir wieder lange geschwatzt zusammen. Sie ist eine so aufgestellte Frau, welche einem mitreisst. Das Bild war immer noch feucht, und so musste Tina Backtrennpapier organisieren und eine starke Rolle, damit das Bild keinen Schaden nähme. Nach längerem Hin und Her, und der Versicherung, uns wieder einmal zu treffen, oder halt auch Geschäfte (!!) zusammen zu machen, konnten wir uns schlussendlich noch voneinander lösen. Wir wollten zum dritten Mal in Folge und leider auch zum voraussichtlich letzten Mal zu Abend essen im Magasinet. Der Kellner und die andern Angestellten begrüssten uns freudig, haben sie doch nicht so viele und treue Gäste, wie wir es sind. Rico wollte dieses Mal den Fish and Chips probieren, und ich den vielgelobten Hamburger. Eigentlich bin ich nicht so Hamburgerfan, alleine schon des Brotes wegen. Aber ich wurde überrascht, das Brot war mit feiner Butter angetoastet und wie soll ich sagen, so chüschtig. (Danke, falls jemand den richtigen Ausdruck kennt). Auch Rico war mit seiner Wahl sehr zufrieden, das merkte man daran, dass er mir nicht anbot, sein Essen probieren zu wollen. Auf dem Rückweg kamen wir an dem Bauernhof Kutamora, welcher auf dem Weg zu unserem Platz liegt, vorbei. Dies ist ganz spannend. Der Campingplatz Solhaga befindet sich auf dem seit längerem verschwundenen Kutamora. Bis zum 17 Jahrhundert, als der Hof vom Pfarrhaus übernommen wurde, war Kutamora ein eigenständiger Bauernhof. Neben dem Eingang des Campingplatzes befinden sich 4 Hausfundamente und eine Reihe von Steinmauerresten, die wahrscheinlich von Kutamoras eisenzeitlicher Farm stammen. Der Hof lag hier mehrere hundert Jahre lang um das Jahr Christi Geburt herum. Die Wiese war für den Lebensunterhalt des Hofes von Bedeutung, da sie Weide – und Winterfutter lieferte. Der ehemalige Bauernhof ist nur schwer zu lokalisieren, doch er lag an der einstigen Haupstrasse von Broa. Die heutige Hauptstrasse ist eine neue Ergänzung. Bei der Rückfahrt sahen wir am Strassenrand die schönen, lockigen, gotländischen Schafe, welche sich nicht um den Verkehr kümmerten. Erst als wir zu ihnen hinfuhren, flüchteten sie in den Wald. Zurück am Platz wurden die Akkus unserer Fahrräder geladen und wir massen uns wieder einmal bei unserm aktuellen Lieblingsspiel, bevor wir duschen gingen und uns alsbald unserer Lektüre widmeten.