29. Mai 2023 Gleich nach dem Frühstück hiess es wieder packen, wollten wir doch heute die Nordjütische Insel hochfahren bis fast nach Hirtshals. Ohne Probleme erreichten wir um 15:30 Uhr den neuen Platz in Tornby namens Tornby Strand Camping. Bereits um 17:00 Uhr stand der Wohnwagen mit Vorzelt und nur einer Seitenwand. Auch hier wieder, Ruhe pur. Man konnte nur die Vögel hören und das leise Rauschen des Windes in den Bäumen, welchen den Platz umgaben. Die Parzelle war riesig und mit Gras besetzt. Nach dem Abendessen war Geschirrwaschen angesagt, und da trafen wir 2 ältere Norwegische Ladys an, welche schon ziemlich lustig waren. Leider konnte sich nur die eine auf Englisch mit uns verständigen, die andere kicherte dauernd. Es war so lustig. Sie gab uns dann eine Adresse für einen norwegischen Camping, den wir dann anfahren wollten. Am nächsten Tag schnappten wir uns unsere E Bikes und erkundeten Hirtshals, seinen imposanten Leuchtturm, die Umgebung und die Strände. Hirtshals mit seinem grossen Fährhafen hat also auch seinen Reiz. Wir tranken Kaffe in einem herzigen Restaurant und genassen die Sonne. Die Verständigung ist einfach, viele reden Englisch, manche sogar Deutsch und sonst kann man sich auch mit Händen und Füssen unterhalten. Und auch hier wieder, es war so toll sich per Rad fortzubewegen. Die Dänen fahren per Gesetz natürlich viel langsamer, und nehmen extrem Rücksicht auf Radfahrer. Habe ich bereits erwähnt, dass wir seit Beginn immer Sonnenschein hatten? Natürlich fühlte es sich nie so warm an, wie die Temperatur es beim Wetterbericht anzeigte, windete es doch meistens sehr fest. Abends kochte Rico in der Gemeinschaftsküche, die gibt es jeweils auf den Campingplätzen, in Ermangelung an Weisswein, einen ausgezeichneten Champagnerrisotto. Dazu assen wir Randensalat und Tomatenmozzarellasalat. Am Mittwoch, 31.5. wollten wir dann nochmals Skagen besuchen, dies jedoch mit dem Auto, da es 50 Km entfernt ist. Auch hier wieder Sonnenschein, aber sehr stark windig. Beim Kap Skagen treffen die Nordsee und die Ostsee zusammen. Viele Besucher, welche mit dem Traktor Sandormen (Sandwurm) und dem Anhänger ans Kap geführt werden, wollen mit einem Bein in der Ostsee, mit dem andern in der Nordsee stehen um so ein Foto zu schiessen. Da wir dies aber bereits als Familie vor Jahren gemacht haben, war es für uns nicht notwendig. Es hatte ausserordentlich viele Menschen am Strand, und so war es auch verständlich, dass sich keine Robben sehen liessen, um sich zu sonnen im Sand. Danach flanierten wir noch ein wenig durch Skagen, wo es wundervolle (das fand Rico auch) Läden hatte, und wir die Augen schweifen lassen konnten. Auf dem Rückweg wollten wir nochmals die Kirche St. Laurentii aus dem 13. Jahrhundert anschauen, welche den tilsandede Kirche genannt wird. Eigentlich ist es nur noch der Glockenturm, welcher aus der Düne herausragt, allerdings kann man ihn besteigen. Das ganze Kirchenschiff, sowie der Friedhof befinden sich unter einer meterdicken Sandschicht. Bald gings wieder zurück auf den Camping, und das Vorbereiten für den nächsten Tag, an welchem uns eine Schnellfähre endlich nach Norwegen bringen sollte.
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