Tag 58

Samstag, 22.7.2023   Heute erstmals Gotlandeier gegessen, sie waren ausgezeichnet, so fein wie die Unsrigen vom Eiertom. Voller Vorfreude schwangen wir uns auf unsere E Bikes, um im 13 Km entfernten Lummelunda die Grotte zu besichtigen. Nach einer Stunde Fahrzeit, erreichten wir die Grotte, welche eine Tropfsteinhöhle ist und sich 13 Km nördlich von Visby, und 5 Km südlich von Lummelunda befindet. Zuerst stärkten wir uns mit einem schwedischen Süssgetränk im angegliederten Café, auch dieses befindet sich wie die Grotte in einem Naturreservat. Die Grotte wird auch Rövarkuzlan, die Räuberhöhle genannt. Von unserem Platz aus ist sie sehr gut per Velo zu erreichen, jedoch ist die Strasse sehr gefährlich, da es keinen Radweg gibt. Wir waren in Norwegen recht verwöhnt, das merken wir erst jetzt, da wir oft keinen separaten Radweg benutzen können. Zuerst sahen wir uns den Film an, der erklärte die Grotte als die grösste bekannte Höhle Schwedens. 1948 hatten die drei Jungs, Lars, Percy und Örjan den Zugang entdeckt, was sie vorerst für sich behielten. Immer wieder gingen sie in die Höhle und erkundeten sie. Ein berühmter Höhlenforscher namens Tell sagte damals, dass diese Höhle nur ca. 20 m lang sei. Nach ein paar Jahren kontaktierten sie Tell und sagten ihm, dass sie viel weiter vorgestossen seien, und sie ihm das gerne zeigen würden. Leider war Tell zu dick, machte dennoch ein paar Monate eine Diät, um alsbald zusammen mit den Jungs die Höhle zu erkunden. Wie war er überrascht, dass die 3 Knaben die Wahrheit sagten, sie mussten nämlich über 20 m auf dem Bauch robben, um vorstossen zu können. Es war sehr interessant, die Tropfsteinhöhle zu besichtigen, aber sie kommt natürlich nie an die Beatushöhlen heran. Trotzdem, die Geschichte ist imposant, und ich bewundere die drei Jungs für ihren Mut. Per E Bikes fuhren wir den Weg wieder zurück, aber nicht ohne jede Butik am Weg besucht zu haben. Hier gibt es bei vielen Häusern, Töpfereien und Bildergalerien, natürlich mit vielen Schafmotiven. Damit wir wieder Brot für das Frühstück haben, gingen wir in unserm Dorf im Lebensmittelgeschäft einkaufen. Es ist schon erstaunlich, auch hier sind die Geschäfte jeden Tag geöffnet. Auf der Rückfahrt vom Geschäft bildete sich eine riesige und grosse schwarze Wolke, deshalb traten wir in die Pedale, was nur ging. Beim Platz wieder angekommen belohnten wir uns mit einem feinen Kaffe und mit dem vorhin gekauften süssen Stück, leider weiss ich den Namen nicht. Es dauerte nicht lange, und es prasselte auf uns nieder, was waren wir froh, daheim und im Trockenen zu sein. Rico wollte wieder spielen, und ich muss sagen, er ist ein richtiger Taktiker geworden. Während des Regens hat es recht fest abgekühlt, so dass ich mich in den Wohnwagen verzog, um ein wenig zu schreiben. Auch Rico befand es plötzlich für zu kühl, so dass er sich aufs Bett fläzte, um weiter an seinem spannenden Krimi zu lesen. Ich habe dann unseren Büchervorrat kontrolliert und ich muss sagen, er ist um die Hälfte geschrumpft. Wenn nichts mehr zu Lesen da ist, werden wir wohl oder übel nach Hause zurückkehren müssen. Aber zuerst müssen wir noch unser Abendessen vorbereiten, es gibt die letzten nyer Potatis mit Karottenstäbchen und Rosmarinnadeln, gebraten in Butter und Zwiebeln. Dazu grilliert Rico das gekaufte Rindssteak.

Bilder Tag 58

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