Tag 68

Dienstag, 1. August 2023   die Schweiz feiert heute Geburtstag und wie so oft, sind wir nicht dabei. Trotzdem sind wir in Gedanken auch in der Heimat, haben eine grosse Schweizerfahne am Vorzelt aufgehängt und zur Positionierung auch ein kleines Fähnchen an der Wohnwagen-Anhängerkupplung. Rico geht es immer noch nicht besser, er kränkelt immer noch und fühlt sich einfach nicht so wohl. Trotzdem hat er heute Rührei mit Schinken zum Frühstück gemacht, immer noch mit den superguten Gotlandeiern, welche bald zur Neige gehen. Danach ein wenig Haushalt machen, wie Toilette leeren, Wasser auffüllen und Geschirr machen. Ich habe dann noch eine Weile mit Trix telefoniert und mich auf den neusten Stand gebracht, was so läuft zu Hause und bei Freunden. Danach fuhren wir mit Auto und den Velos Huckepack nach Motala, welches nur 14 Km entfernt am Götakanal liegt. Kurz darauf ging dann wie immer die Parkplatzsuche los, doch schon bald fanden wir einen. Aber die Apps, welche Rico auf dem Handy zum Bezahlen hat, extra nur für Schweden, funktionierten nicht. Na sowas. Wir beschlossen also, einen weiteren Parkplatz aufzusuchen, wobei die App funktionieren sollte, und das tat sie dann auch. Wir möchten immer gerne einen Parkplatz, wobei das hintere Teil unseres Fahrzeuges mit dem darauf liegenden Veloanhänger geschützt ist, damit möglichst niemand reinfährt und ihn unbrauchbar macht. Das wäre nicht so toll, wie bringen wir sonst unsere E Bikes wieder heil nach Hause? Übrigens sind nun auch unsere Wetteraussichten nicht mehr so rosig, es soll eine ganze Woche bewölkt sein, immer mal wieder regnen und höchstens 20 ° werden. Der Himmel war wirklich wolkenüberzogen und sehr dunkel. Er verhiess eigentlich Regen, wir rechneten dauernd damit. Mit den Velos ging es dann runter an den Götakanal, wo sich das berühmte Motormuseum befindet. Ich durfte ja schon etliche Museen mit meinem Mann besuchen, aber dieses war wirklich sehr gut in Stand, sehr aufgeräumt und sauber, überhaupt wirklich toll. Es gab ein paar ganz schöne Oldtimer, sehr edle Autos und verschiedene Exponate wie z.B. alte Fernseher, Radios, Telefone, Handys und Kameras. Alles toll präsentiert und gepflegt, so dass es einen fesselte. Es gab auch Kinderautos, Kindervelos, alte Kindersitze auf alten Töfflis etc. Wir fanden, dass dies ein so wunderschönes Museum sei, wie das Feuerwehrmuseum, welches wir vor  Jahren auf Sizilien anschauen durften. Genauso liebevoll ausgestellt, es war wirklich eine grosse Freude. Nachdem wir die Schau beendet hatten, tranken wir draussen an der frischen Luft ein Mineralwasser. Gleichzeitig stellte ich fest, dass wir in einem Waffelgeschäft gelandet waren. Ich musste unbedingt so eine Waffel haben, frisch gemacht und warm kam sie daher, garniert mit feldfrischen Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren. Die Früchte umrahmt von Vanilleglace und frischem Rahm, nicht etwa Dosenrahm. Es tat der Seele gut, und es war fast eine Mahlzeit, diese feine Waffel. Rico ging es wieder schlechter, er mochte Gerüche nicht ertragen und so fuhren wir mit dem Rad an der frischen Luft seitlich den Götakanal entlang. Beidseitig führt ein Radweg am Kanal entlang, umgeben von einer dichten Baumallee. Wie muss das im Sommer, wenn es sehr heiss ist, erfrischend sein! Noch kurz etwas zum Götakanal, er führt von Motala nach Mem an der Ostsee. Der Kanal hat eine Länge von 190,5 km, wovon die 87,3 Km lange tatsächliche Kanalstrecke zwischen den 5 verbundenen Seen von 58`000 schwedischen Soldaten gegraben wurden. Zusammen mit dem Trollhätte-Kanal und dem Göta älv bildet der Göta-Kanal eine 390 Km lange Wasserstrasse quer durch Schweden, die einen Höhenunterschied von von 91,5 m überwindet. Als wir genug Velo gefahren hatten, wollten wir unbedingt bei der Schleuse zuschauen, kam doch gerade eine grosse Yacht mit ein paar Leuten an Bord. Doch vorher passierten wir eine kleine Schleuse, bei der die junge Schleusenwärterin von Hand die Holzbrücke drehen musste. Das sah schon sehr ulkig aus. Als sie fertig war, musste sie noch auf jeder Seite die Barriere, natürlich auch von Hand, hochmachen. Wir überholten schnell die grosse, weisse Yacht, damit wir dann in Motala die Zugbrücke (heisst es so?) filmen konnten. Rico auf der einen Seite, ich auf der andern. Mittlerweile hatten unsere Handys fast keinen Pfuus mehr, hatten wir doch so viele Fotos im Motormuseum geschossen. Gleichwohl reichte es noch knapp. Da es Rico immer schlechter ging, beschlossen wir daraufhin, nach Hause zu fahren. Dort angekommen haben wir am Blog geschrieben und Pause gemacht, damit Rico seine Batterien wieder laden konnte. Leider immer noch nichts von der Bankkarte gehört, braucht halt einfach Zeit. Somit müssen wir um eine Nach verlängern.

Bilder Tag 68

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