Tag 76

Mittwoch, 9. August 2023   Beide haben wir so ein spannendes Buch, dass wir einige Zeit vor und nach dem Frühstück lesen mussten. Draussen tobte sich immer noch Zacharias aus. Erst um 13 Uhr erledigten wir zusammen das Frühstücksgeschirr und überlegten, was wir den heute machen würden. Die Sonne schien, und trotz der Winde hatte es 16 ° auf der Insel. Wenn man glücklicherweise doch einmal einen windstillen Fleck erwischte, brannte die Sonne unerbittlich auf die Haut, deshalb muss man sich hier immer gut eincremen. Auch auf der Insel Fehmarn hat es so viele Naturschutzgebiete, welche sehenswert sind. Die Insel selbst ist flach, und deshalb schon sehr dem Wind ausgesetzt. Die Bauern müssen immer wieder neue Erde auf ihre Felder bringen, da diese wegen dem vielen Wind oft trocken, steinig und hart werden. Nur so kommen sie zum Erfolg, etwas anzusäen und schlussendlich auch ernten zu können. Dies ist allerdings meine Wahrnehmung und meine eigene Vorstellung. Wir fuhren mit unseren E Bikes, sehr dem Wind und der Sonne ausgesetzt, zum Lemkenhafen. Dies ist ein Gebiet südwestlich des Fehmarnsunds, wo es dauernd so heftig windet, dass sich hier viele Surfer und vor allem auch Kite Surfer ihren Spass holen. Wie war das toll anzusehen, wenn sich einer in die Lüfte schwang an seinem Segel hängend. manchmal befürchtete man auch, sie könnten sich in den Weg kommen, es waren so viele. Das Gute ist ja, das Meer ist hier sehr untief, weshalb es auch toll sein muss, Sup zu betreiben. Beim Hinunterfallen besteht keine Gefahr, wieder einfach hochzukommen. Denn das Erklimmen des Sup ist ja das Schwierige, wenn man keinen Boden unter den Füssen hat. Wir schauten uns die Szenerie eine Weile an, bevor wir uns in ein nahes Restaurant begaben, um ein Eis zu essen. Auf der Rückfahrt sahen wir ein kleines Reh, welches wir zwischen den Bäumen erblickten, auch ihm sahen wir eine Weile zu. Nach Hause gings dann wieder zwischen unzähligen grossen, hohen sich schnell drehenden Windrädern. Ich bin halt immer noch fasziniert von diesen riesigen Objekten. Ausserdem stehen sie hier am richtigen Ort, wo so oft so viel Wind herrscht. Meistens stehen so viele Windräder beisammen, dass es eigentlich ein Windpark ist. Auf dem Rückweg besorgten wir uns im Supermarkt etwas zum Abendessen. die von mir so geliebte Lyonerwurst, die hier zwar Cervelat heisst, aber viel feiner ist, die gab es dann zum Znacht. Oft haben wir restliches Brot oder Brötchen vom Frühstück und um dies zu verwerten, kombinieren wir es so gut es eben geht. Heute gab es Wurstkäsesalat mit kleinen Fehmarngurken, die sind nur 10 cm lang, mit Tomaten, Zwiebeln und der Feriensalatsauce. Selbstverständlich selbst gemacht, aber halt nicht so wie die zu Hause. Nach dem Znachtessen machten wir uns nochmals auf den Weg zum Meer, es windete immer noch sehr heftig, aber morgen soll es besser werden. Was uns hier auch noch auffällt, dass unheimlich viele Leute Zigaretten rauchen. In Norwegen und Schweden ist es teils verpönt oder sogar verboten, öffentlich zu rauchen. Dies waren wir uns nicht mehr gewohnt zu sehen oder sogar zu riechen. Irgendwie scheint das Verbot zu helfen.

Bilder Tag 76

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