Tag 80

Sonntag, 13.8.2023   Auch unsere weitere Abfahrt begann mit einem Donnergrollen und einem furchteinflössenden Gewitter. Kaum waren wir auf der Autobahn, nachdem wir einen kurzen Tankstopp gemacht hatten -der Diesel war schon wieder teurer geworden im Vergleich zu Norwegen und Schweden- , steigerte sich der Regen dermassen. Obwohl wir die Berechtigung für Tempo 100 Km/h in Deutschland besitzen, war es unmöglich, so schnell fahren zu können. Der Scheibenwischer kämpfte mit den Wassermassen, wir fuhren 60 Km/h, sogar dies war fast zu schnell. Ich wollte die Nebelschlussleuchte einschalten, Rico meinte jedoch lakonisch, die sieht man gar nicht. Klar, hinter dem Wohnwagen ist sie nicht einzusehen. Komisch auch, wie wenige deutsche Autofahrer von der Nebelschlussleuchte Gebrauch machten. Nach ein paar Minuten und weiteren Kilometern war der Spuk dann vorbei und alsbald trocknete die Autobahn wieder, so dass wir wieder unser gewohntes Tempo von 84 Km/h einhalten konnten, dies natürlich wegen dem Verbrauch. Nach den plötzlichen Aufhellungen benötigten wir wieder die Sonnenbrille zum Fahren und alsbald begann die gleissende Hitze auf der Strasse, an die man sich erst wieder gewöhnen muss, nach dem abkühlenden Gewitter. Unsere Ferienbekanntschaft wohnt nur ca. 210 Km vom Steinhuder Meer entfernt, in Geilshausen im Landkreis Rabenau bei Giessen. Freudig wurden wir schon erwartet, als wir endlich um 14:20 Uhr aus dem heissen Fahrzeug aussteigen konnten. Aber wie war es hier auch heiss und schwül. Den Willkommensapéro durften wir in ihrem sehr hübschen Esszimmer einnehmen, denn da war es kühl. Zuerst mussten wir uns gegenseitig auf den neusten Stand bringen und hatten dementsprechend viel zu erzählen. Aber diese freundlichen Leute, welche wir im Skiurlaub in Sulden am Ortler kennen und schätzen gelernt hatten, sind nun ja, gelinde gesagt, auch so Spielfreudige wie wir. Kurzerhand spielten wir zusammen und erfreuten uns des Lebens und des Zusammenseins.  Die Spiele fanden im Garten unter einem grossen schattenspendenden Sonnenschirm statt, was wir sehr genossen. Da Spielen bekanntlich Hunger macht, begannen unsere Gastgeber etwas zum Schmausen aufzutragen. Nur etwas Kleines wie, selbstgezogene Pomodorini, Aufschnitt, allerlei frischen Biokäse, Lachs, Peperoni und Paprika, lange und dünne hessische Würstchen, welche sich lustigerweise Pfefferbeisser nennen, kleine knackige Gurken, frisches Brot in allen erdenklichen Sorten und Vieles mehr. Kurzum, wir wurden verwöhnt. Natürlich gab es dann viele Reste, sie hatten für eine ganze Armee aufgetragen, es war unmöglich, dies alles zu vertilgen. Im Garten kämpften wir während des Essens mit den Wespen und wurden begleitet von heftigem Gesumme, die wollten nämlich auch etwas abhaben vom Fleisch. Gegen halb 10 wurde es merklich kühler, wir merkten bereits, dass der Hochsommer vorbei sein würde. Doch tapfer spielten wir weiter, lachten und diskutierten bis es uns zu kühl und feucht wurde. Wir durften Uschi`s und Manni`s Gästebad benutzen, es war riesengross und voll schön. Wir hätten auch ein Gästebett haben können, aber das wollten wir nicht, denn wir haben ja unser Bett dabei und das geniessen wir halt. Ausserdem wollten wir den Beiden nicht so viele Umstände machen. In der Nacht regnete es ein paar Mal, was auch beim Abkühlen half.

Bilder Tag 80

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